Von Frank Thümmler
Die Spieler des FC Bayern München finden in den Stunden vor dem Spiel Ruhe am Stadtrand.
Zeitpunkt und Ort waren lange geheim gehalten worden: Der
Mannschaftsbus des FC Bayern München ist gestern schon um 13.15 Uhr
angekommen – im Holtendorfer Hotel „Zum Marschall Duroc“. „Der Verein
ist vor rund zwei Wochen an uns herangetreten, auch wegen unserer
günstigen Lage zum Stadion Junge Welt. Die Bayern wollten hier vor
allem Ruhe – und die bieten wir ihnen auch“, sagt Inhaber Carsten
Hartig.
Direkt nach der Ankunft kamen einige Autogrammjäger – vom Verein und vom Hotelpersonal – zu ihrem Recht, bevor die Bayern ihren ersten Snack einnahmen. Ganz bodenständig und gesund, mit Obst und Magermilchjoghurt. „Den Bayern hat’s geschmeckt“, freute sich Hartig. Dann zogen sich Spieler und Trainer auf die Zweibettzimmer zurück, um sich vor dem „schweren“ Spiel gegen den Sechstligisten Görlitz von den Reisestrapazen zu erholen. Derweil wurde in der Küche der Hauptgang vorbereitet: Spaghetti mit Tomatensoße, á la Bolognese oder mit Gemüse. Dazu ein reichhaltiges Salatbuffet. Etwas Schweres, um die Bayern-Spieler langsamer zu machen, gab es nicht. „Dazu sind wir unseren Gästen zu sehr verpflichtet“, sagt ein lachender Hotelchef auf die entsprechende Frage.
Direkt nach der Ankunft kamen einige Autogrammjäger – vom Verein und vom Hotelpersonal – zu ihrem Recht, bevor die Bayern ihren ersten Snack einnahmen. Ganz bodenständig und gesund, mit Obst und Magermilchjoghurt. „Den Bayern hat’s geschmeckt“, freute sich Hartig. Dann zogen sich Spieler und Trainer auf die Zweibettzimmer zurück, um sich vor dem „schweren“ Spiel gegen den Sechstligisten Görlitz von den Reisestrapazen zu erholen. Derweil wurde in der Küche der Hauptgang vorbereitet: Spaghetti mit Tomatensoße, á la Bolognese oder mit Gemüse. Dazu ein reichhaltiges Salatbuffet. Etwas Schweres, um die Bayern-Spieler langsamer zu machen, gab es nicht. „Dazu sind wir unseren Gästen zu sehr verpflichtet“, sagt ein lachender Hotelchef auf die entsprechende Frage.
Als Belohnung gab es ein großes Mannschaftsfoto vor dem Hotel. „Dafür
finden wir einen würdigen Platz“, sagt Hartig. Die Aufregung wegen der
Bayern habe sich bei ihm und dem Personal in Grenzen gehalten. „Wir
haben hier des Öfteren prominente Gäste, Botschafter und Künstler zum
Beispiel.“
Ganz normale Hotelgäste waren natürlich auch da und wurden überrascht vom Auftauchen der Bayern mit einigen Medienvertretern im Gefolge. Nannette Maiwald aus Berlin, die die Aufmerksamkeit der Bayern mit einem handzahmen Weißhaubenkakadu auf sich zog, sagte: „Das ist eine schöne Überraschung. Mein Sohn Kevin ist schon auf Pirsch gegangen, ob er vielleicht einige Autogramme ergattern kann.“
Nur zwei Kilometer weiter, in der Girbigsdorfer Sandschänke, trafen sich die Görlitzer Kicker. Dort gab es ganz gemütlich Kaffee und Kuchen – ohne großes Aufsehen.
Ganz normale Hotelgäste waren natürlich auch da und wurden überrascht vom Auftauchen der Bayern mit einigen Medienvertretern im Gefolge. Nannette Maiwald aus Berlin, die die Aufmerksamkeit der Bayern mit einem handzahmen Weißhaubenkakadu auf sich zog, sagte: „Das ist eine schöne Überraschung. Mein Sohn Kevin ist schon auf Pirsch gegangen, ob er vielleicht einige Autogramme ergattern kann.“
Nur zwei Kilometer weiter, in der Girbigsdorfer Sandschänke, trafen sich die Görlitzer Kicker. Dort gab es ganz gemütlich Kaffee und Kuchen – ohne großes Aufsehen.
Auch ein paar Wermutstropfen
Frank Thümmler
Von Thuemmler.Frank@dd-v.de
über den Auftritt der Bayern in Görlitz
Das Spiel des Deutschen Rekordmeisters Bayern München gestern in Görlitz war ein großartiges Ereignis und ein würdiger Höhepunkt der 100-Jahr-Feiern von Gelb-Weiß Görlitz. In die Freude über die tolle Athmosphäre im Stadion mischten sich auch Wermutstropfen. Tausende Fans haben teure Karten gekauft, um gerade die Superstars auf dem Görlitzer Rasen zu sehen, bekamen dann aber nur eine Rumpftruppe der Bayern zu sehen – eben ohne Schweinsteiger, Lahm, Gomez oder andere Stammspieler, die noch am Sonnabend gegen Bremen aufliefen. Die sportlichen Gründe, die die Bayern dafür anführen – im Interview auf Seite 11 – kann man vielleicht nachvollziehen – aber nur aus Sicht der Bayern. Schließlich kamen weder die beschwerliche Reise nach Aserbaidschan für die Nationalspieler noch die Bundesligaspiele überraschend, sondern waren schon zu Vertragsunterschrift bekannt. Und eine (sogar schriftliche) Zusage, mit dem besten Kader zu kommen, gab es sehr wohl. Das positive Image, das die Bayern über Jahre hinweg mit ihrer Hilfe zum Beispiel für Energie Cottbus oder Hertha BSC aufgebaut haben, hat einen kleinen Kratzer bekommen. Nur gut, dass der Großteil der 6500 Zuschauer auch so zufriedenwar. Ärger hätten die Görlitzer Organisatoren auch nicht verdient.Quelle: Sächsische Zeitung, Mittwoch, 19. August 2009