Beim außerordentlichen Verbandstag des Sächsischen Fußball-Verbandes
(SFV) in Leipzig wurden eine neue Satzung und neue Ordnungen
beschlossen, die ab dem 1. Juli 2010 in Kraft treten. Zuvor wird am 29.
Mai der ordentliche Verbandstag in Dresden stattfinden, bei dem
Präsidium und Vorstand des SFV neu gewählt werden.
Beschlossen wurde in Leipzig auch die Spielklassenreform, die ab der Saison 2011/12 greift. Unterhalb der Landesliga mit 16 Mannschaften wird es vier Bezirksligen (je 14 Teams) geben, die nach territorialen Gesichtspunkten gebildet werden. Beide Spielklassen verwaltet der SFV. Die zwölf Bezirksklassen werden direkt unter Regie der zehn Kreisverbände (KVF) und drei Stadtverbände (SVF) weitergeführt und sind deren höchste Spielklasse. Der KVF Chemnitz und Mittelsachsen bilden eine Spielunion und damit eine gemeinsame BKL-Staffel.
Beschlossen wurde in Leipzig auch die Spielklassenreform, die ab der Saison 2011/12 greift. Unterhalb der Landesliga mit 16 Mannschaften wird es vier Bezirksligen (je 14 Teams) geben, die nach territorialen Gesichtspunkten gebildet werden. Beide Spielklassen verwaltet der SFV. Die zwölf Bezirksklassen werden direkt unter Regie der zehn Kreisverbände (KVF) und drei Stadtverbände (SVF) weitergeführt und sind deren höchste Spielklasse. Der KVF Chemnitz und Mittelsachsen bilden eine Spielunion und damit eine gemeinsame BKL-Staffel.
Die Bezirksverbände Chemnitz, Leipzig und Dresden wird es ab 1.Juli
2010 nicht mehr geben, weil sie mit dem SFV verschmelzen. Die bisher 28
Kreisverbände reduzieren sich auf 13. So gründete sich zum Beispiel am
8. Januar dieses Jahres der Westlausitzer Fußball-Verband (WFV).
Mitglieder werden alle Vereine, deren Spielbetrieb im KVF Bautzen, KVF
Kamenz und SVF Hoyerswerda stattfindet. Der Beitritt gilt zum 1. Juli
2010, einen Tag zuvor erfolgt die Auflösung der drei alten Verbände.
Im Landkreis steht die Fusion der beiden Kreisverbände Sächsische Schweiz und Weißeritzkreis noch aus, ist aber ebenfalls bis Jahresmitte geplant. Der neue Kreisverband wird ab 2011 eine eigene Bezirksklasse verwalten. „Das 14er Feld wird dann mit den besten Kreisligisten aufgefüllt. Ich gehe derzeit davon aus, dass die Staffel wohl 16 Teams umfassen wird“, blickt Heiko Melde, Präsident des KVF Sächsische Schweiz, voraus. Als Qualifikation dient das Spieljahr 2010/11. „Andere Verbände, wie der Westlausitzer FV, werden ebenfalls mit 14 Startplätzen nicht auskommen. Auch deshalb wurde die vierte Bezirksliga eingeführt. Die besten Bezirksklasse-Teams aus diesem Gebiet werden 2011 dort eingegliedert“, teilt der SFV mit.
Die genauen Bezeichnungen der Spielklassen stehen noch nicht fest. Dabei spielen auch Sponsoren eine wichtige Rolle, wie es derzeit schon bei der Wernesgrüner Sachsenliga, der SZ-Bezirksliga oder der Dresdner Sparkassenliga der Fall ist. „Auf jeden Fall wird es in der kommenden Saison 2010/11 bei der Bezirksklasse bleiben. Ab der Spielzeit 2011/12, wenn die neue Struktur greift, ist die Namensgebung frei“, kündigt Melde an. Auch bei ihm haben sich bereits Interessenten bezüglich eines Titelsponsorings gemeldet. „Damit könnte eine zusätzliche Einnahme für unseren Verband erzielt werden“, ist der KVF-Präsident überzeugt. Ab dem 1. Juli 2010 greift erst einmal ein Gebietsschutz. Vereine können dann nicht mehr selbst entscheiden, in welchem KVF sie Fußball spielen wollen. Bis zum 30. Juni können sich „grenznahe“ Vereine aber noch zu einem Wechsel entschließen. „Betroffen sind Vereine, die am Rand zu einem anderen Fußballkreis liegen. Eine feste Kilometer-Pauschale zur Entfernung gibt es dabei nicht. „Nachdem sich Schönfeld und Ullersdorf kürzlich abermals für uns ausgesprochen haben, ist das Thema wohl erledigt“, hofft Melde.
Schiedsgericht letzte Instanz
Zukünftig wird ein Schiedsgericht als letzte Instanz fungieren. Streitigkeiten zwischen dem SFV, seinen Verbänden, Vereinen und Mitgliedern sowie zwischen Vereinen und Mitgliedern untereinander werden nach Ausschöpfung des verbandsinternen Instanzenzuges unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges durch das Schiedsgericht entschieden. Damit vermeidet der SFV, vor einem Zivilgericht verklagt zu werden. (js/tho)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 20.01.2010
Im Landkreis steht die Fusion der beiden Kreisverbände Sächsische Schweiz und Weißeritzkreis noch aus, ist aber ebenfalls bis Jahresmitte geplant. Der neue Kreisverband wird ab 2011 eine eigene Bezirksklasse verwalten. „Das 14er Feld wird dann mit den besten Kreisligisten aufgefüllt. Ich gehe derzeit davon aus, dass die Staffel wohl 16 Teams umfassen wird“, blickt Heiko Melde, Präsident des KVF Sächsische Schweiz, voraus. Als Qualifikation dient das Spieljahr 2010/11. „Andere Verbände, wie der Westlausitzer FV, werden ebenfalls mit 14 Startplätzen nicht auskommen. Auch deshalb wurde die vierte Bezirksliga eingeführt. Die besten Bezirksklasse-Teams aus diesem Gebiet werden 2011 dort eingegliedert“, teilt der SFV mit.
Die genauen Bezeichnungen der Spielklassen stehen noch nicht fest. Dabei spielen auch Sponsoren eine wichtige Rolle, wie es derzeit schon bei der Wernesgrüner Sachsenliga, der SZ-Bezirksliga oder der Dresdner Sparkassenliga der Fall ist. „Auf jeden Fall wird es in der kommenden Saison 2010/11 bei der Bezirksklasse bleiben. Ab der Spielzeit 2011/12, wenn die neue Struktur greift, ist die Namensgebung frei“, kündigt Melde an. Auch bei ihm haben sich bereits Interessenten bezüglich eines Titelsponsorings gemeldet. „Damit könnte eine zusätzliche Einnahme für unseren Verband erzielt werden“, ist der KVF-Präsident überzeugt. Ab dem 1. Juli 2010 greift erst einmal ein Gebietsschutz. Vereine können dann nicht mehr selbst entscheiden, in welchem KVF sie Fußball spielen wollen. Bis zum 30. Juni können sich „grenznahe“ Vereine aber noch zu einem Wechsel entschließen. „Betroffen sind Vereine, die am Rand zu einem anderen Fußballkreis liegen. Eine feste Kilometer-Pauschale zur Entfernung gibt es dabei nicht. „Nachdem sich Schönfeld und Ullersdorf kürzlich abermals für uns ausgesprochen haben, ist das Thema wohl erledigt“, hofft Melde.
Schiedsgericht letzte Instanz
Zukünftig wird ein Schiedsgericht als letzte Instanz fungieren. Streitigkeiten zwischen dem SFV, seinen Verbänden, Vereinen und Mitgliedern sowie zwischen Vereinen und Mitgliedern untereinander werden nach Ausschöpfung des verbandsinternen Instanzenzuges unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges durch das Schiedsgericht entschieden. Damit vermeidet der SFV, vor einem Zivilgericht verklagt zu werden. (js/tho)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 20.01.2010