9.Spieltag Kreisoberliga, 21.10.2017, 15.00Uhr

VfB Weißwasser 1909 -:- NFV Gelb-Weiß Görlitz 09 3:0 (1:0)

Als man am Samstag nach Weißwasser fuhr, wusste die Mannschaft genau was auf sie zukommen würde: Ein Gastgeberteam, das einen der größten Kader der Liga hat.
Eine Truppe, die alles versuchen wird um so viele Tore wie möglich zu erzielen, gegen den “vermeintlich” kleinen Gegner, um am Ende des Tages bestenfalls am VfB Zittau vorbeiziehen zu können.

Punktgleich waren die beiden eben genannten Teams ja schon vor dem Spieltag. Und es sollte so bleiben, auch im Torverhältnis.

Nur mit elf Mannen angereist; im Kader der Gelb-Weißen fehlten berufs-, urlaubs- und verletzungsbedingt einige Spieler, wollte man zumindest kein Torfestival des Gegners erleben. Und das sollte gelingen.

Niemand der fast 140 Zuschauer dieses Spiels, wird am Ende sagen, dass es ein überragender Heimsieg war. Und keiner wird den Gelb-Weißen ihren Kampfeswillen absprechen.

Und ehe man auch nur eine Spielsituation dieser Partie genau betrachtet, muss eines, Nein, EINER, besonders erwähnt sein: Görlitz-Keeper Zech!

Seine unzähligen, teilweise grandiosen Paraden, verhinderten dass die Gäste Gegentreffermässig unter die Räder kommen würden.

Wie erwartet begannen die Gastgeber wie die Feuerwehr. Sie machten das Spiel schnell und versuchten zeitnah Abschlüsse zu finden.
Bischoff ist der Erste, der dies verhindern kann. Einen scharfen Ball von der linken Seite, klärt er vor dem nahenden Stürmer zentral vor dem Tor.

In der folgenden Aktion verletzt sich Abwehrspieler Varga und muss behandelt werden. Der Oberschenkel macht Probleme. Ein Problem hatte somit auch Trainer Holz. Wie erwähnt, ohne Wechsler angereist, blieb ihm keine Alternative als das System umzustellen und die neue Position so schonend wie möglich für Varga zu wählen.

In der siebenten Minute sollte sie beginnen, die große “Zechershow”.
Buder zieht aus Nahdistanz ab, Zech mit einem klasse Reflex. Der Ball prallt zu Beil, doch auch diesen Schuss aus kurzer Distanz kann er parieren und hat den Ball im nachfassen sicher.
Varga wird kurz darauf erneut behandelt. Biss auf die Zähne und spielte weiter.

15. Minuten waren gespielt und Weißwasser hatte seine zweite Ecke im Spiel.
Diese wird in die Mitte des Strafraums gebracht und es ist Beil der am höchsten steigt und den Ball per Kopf wuchtig, rechts halbhoch, im Tor unterbringen kann.
Da war er also der erste Gegentreffer, erzielt nach einer Standardsituation.

In der 22. Minute wieder Zech. Erneut ist er bei einem Schuss aus Nahdistanz auf dem Posten und hat den Ball sicher.
Kurz darauf scheitert Buder an seiner eigenen Schusstechnik. Sein Schuss aus aussichtsreicher Position geht rechts am Tor vorbei.

Im Gegenzug ist es Simon der sich ein Herz fasst und einfach mal abzieht. Aber auch sein Schuss verfehlt das Tor.

Die erste halbe Stunde war gerade um, da ist es wieder Zech der verhindert, dass man erneut einen Treffer kassieren muss. Eine tolle Parade verhindert schlimmeres.

Den nächsten gefährlichen Angriff der Gastgeber schließt Poling ab. Aus 15 Metern verzieht er aber freistehend über Zech’s Kasten.

Der nächste Versuch der Gastgeber sollte baldigst folgen. Eine sehr gut und schnell vorgetragene Kombination, durch die Mittelfeld- und Abwehrreihen der Gelb-Weißen, kann Lukschanderl abschließen. Sein scharf getretener Ball kann aber, wen überrascht es, von Zech pariert werden.

Zurück ging es in die andere Richtung. Florian Quach schnappte sich in der eigenen Hälfte den Ball und setzte zum Solo an. Drei Mann umkurvt, legt er sich den Ball etwas zu weit vor und vergibt so die Chance die letzten Meter bis zum Kasten zu marschieren.

Man näherte sich der Halbzeit. Eine gute Aktion gab es aber noch auf Seiten des VfB. Zech pariert erneut einen scharfen Schuss der Hausherren und hat den Ball sicher.

Mit dieser knappen 1:0 Führung des VfB Weißwasser ging es in die Kabinen.

Die erste Aktion in Halbzeit 2. gehörte dem NFV.
Schulze kommt über die linke Seite und zieht aus spitzen Winkel ab. Der Ball geht links über den Kasten.

Im direkten Gegenzug pariert Zech erneut einen Schuss aus Nahdistanz. Eiskalt wartet er, und ist dann schon fast im Spagat zur Stelle.
Nächste Situation, nur Sekunden später. Ein Freistoß der Hausherren, der Sieger wieder Zech. Diesmal klärt er per Faustabwehr zur Ecke.
Einen scharfen Fernschuss hat er 2. Minuten später sicher.

In der 58. Minute dann wieder der VfB.
Wieder nach einer Ecke, ist es diesmal Pohling der die Übersicht behält und den Ball per Kopf direkt unter das Quergebälk drückt. Diesmal ist Zech machtlos.

Einen muss man aber noch einmal erwähnen. Alexander Varga. In der 65 Minute bereits zur vierten Behandlung an der Linie, biss er immer noch und spielte erneut weiter.

Kaum wieder zurück im Spiel blieb aber auch ihm nichts anderes übrig, als einen weiteren Gegentreffer miterleben zu müssen.

Wiesner bekommt auf der rechten Seite, cirka 30 m vor dem Kasten, den Ball perfekt auf den Spann und zieht eiskalt ab. Der Ball schlingert leicht in der Luft, Zech macht sich lang und länger, ist noch dran, kann aber nicht verhindern das der Ball genau im linken oberen Winkel einschlägt. Traumtor der Gastgeber.

Einen Fernschuss aus der Zentrale pariert Zech mustergültig.
Als nächster nimmt sich Hänel mit dem Ball am Fuß ein Herz und zieht ab. Der Ball zischt rechts am Kasten vorbei.

10 Minuten vor Ende die Gastgeber nochmal mit einem Freistoß und wieder findet der Schütze in Zech seinen Meister.

120 Sekunden vor Ende erwischt es dann erneut Varga. Bei einem Zweikampf bekommt er einen heftigen Schlag auf den Knöchel und muss erneut behandelt werden.

Den Schlusspunkt in dieser Partie setzt Poling. Aber auch seinen Schuss aus nur 5 m, kann Zech, mit all seiner Souveränität, parieren.

VfB: Knobel, Kleinfeld, Fleischer, Pohling, Lukschanderl (65. Balko), Beil, Pötzsch (46. Hänel), Seeber (78. Kraatz), Bens, Wiesner, Buder

NFV: Zech, Simon, Mikoleizik, Mezini, Quach, Seifert, Varga, Bischoff, Schulze, Lange, Markus

Gelb: – / Lange (FS)

Tore: 1:0 Beil (15.min), 2:0 Pohling (58.min), 3:0 Wiesner (65.min)

Zuschauer: 136

Schiedsrichter: Hagen Gahner

*BB*

Von Regassi

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